Numerologie

Die Lehre der Numerologie – auch unter dem Namen Zahlenmystik bekannt – hat bereits eine fast so alte Geschichte wie die Astrologie. Schon die Priesterkaste in Babylon verfügte über die Fähigkeit, Zahlen zu interpretieren und in der Hochkultur Ägyptens fragte man vor jeder bedeutenden Entscheidung die Zahlen um Rat. Auch der griechische Mathematiker Pythagoras von Samos war im 6. Jahrhundert v. Chr. ein Vorreiter der antiken Zahlenmystik.

Unabhängig davon entwickelte sich ganz autonom die jüdische Ausprägung der Numerologie, gemeinhin Kabbala genannt. Auch sie war, obgleich eigentlich eine Geheimlehre, so bedeutend, dass sie bis in die Gegenwart als eine der gewichtigsten Divinationsmethoden gilt und sogar heute noch einen enormen Zuspruch genießt. Die Verbindung gewisser Zahlen mit dem Schicksal eines Menschen geht von der Theorie aus, dass unsere Existenz auf keinem Zufall beruht. Der Name und das Datum der Geburt eines Menschen stellen in den Augen der Numerologen einen Schlüssel dar, der ein Symbol für unser Dasein ist und zur selben Zeit Einblick in das Schicksal gewährt.

Der Numerologe geht davon aus, dass die persönlichen Zahlen das Wesen und den Lebensverlauf einer Person offenbaren und ihr tieferer Sinn sich aus dem Namen und Geburtsdatum des Betreffenden erschließen lässt. Einfach ausgedrückt, erhält man die für die Charaktereigenschaften eines Menschen ausschlaggebende Namenszahl aus der Quersumme jener Ziffern, die sich laut strikten Gesetzmäßigkeiten aus den Buchstaben des Namens ergeben. Die Schicksalszahl hingegen, die das Leben eines Menschen angibt, ergibt sich aus der Quersumme der Ziffern seines Geburtstages.

Unerlässlich ist für die Anwendung der Numerologie, die im Gesamten eine sehr komplizierte Lehre bildet, ein hohes Maß an Erfahrung. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich, einen Experten zu befragen, wenn man wirklich aussagekräftige Auskünfte einholen möchte.